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Vegane Peperoncini-Pizza mit selbst gemachtem Ketchup

Ketchup auf Pizza klingt zunächst nach Notlösung. Selbst gekocht ist er aber nichts anderes als eine eingekochte Tomatensauce mit Essig und Gewürzen — und genau diese Säure trägt die Schärfe der Peperoncini, die eine normale Pizzasauce schlucken würde.

Scharfe vegane Pizza mit grünen Peperoncini, roten Zwiebelringen, Chiliflocken und frischem Oregano
35Minuten Vorbereitung
60Minuten Ruhezeit
12Minuten Backzeit bei 250 °C
★★mittel · 2 Pizzen (Ø 30 cm)

Zutaten

Für den Teig (2 Pizzen)

  • 300 g Weizenmehl Type 00 oder 550
  • ½ Würfel frische Hefe (ca. 21 g)
  • 180 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Olivenöl

Für den Gewürzketchup

  • 400 g passierte Tomaten
  • 2 EL Tomatenmark
  • 3 EL Apfelessig
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Salz
  • ½ TL Zwiebelpulver
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Nelkenpulver

Für den Belag

  • 6–8 eingelegte Peperoncini
  • 1 rote Zwiebel
  • 100 g veganer Reibekäse
  • 1 TL Chiliflocken
  • Frischer Oregano
  • Olivenöl

Zubereitung

  1. Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, Zucker einrühren und zehn Minuten stehen lassen, bis sich Schaum bildet.
  2. Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die Hefemischung hineingießen. Alles grob verrühren und zugedeckt 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Salz und Olivenöl zugeben und den Teig fünf Minuten mit den Händen kneten, bis er glatt ist und nicht mehr klebt. Zu klebrig: löffelweise Mehl. Zu fest: löffelweise Wasser.
  4. Teig halbieren, zu Kugeln formen und weitere 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Danach auf bemehlter Fläche dünn ausziehen — nicht rollen, das drückt die Luft heraus.
  5. Für den Ketchup alle Zutaten in einem Topf verrühren und bei mittlerer Hitze offen 20 bis 25 Minuten einkochen lassen, bis die Masse deutlich eindickt. Gelegentlich umrühren, sie brennt schnell an.
  6. Ketchup abkühlen lassen — warm schmeckt er zu süß, kalt tritt die Säure hervor. Bei Bedarf mit Essig oder Salz nachschärfen.
  7. Peperoncini abtropfen lassen und je nach gewünschter Schärfe längs halbieren oder ganz lassen. Zwiebel in feine Ringe schneiden.
  8. Zwei bis drei Esslöffel Ketchup dünn auf den Teigboden streichen. Mehr macht die Pizza zu süß.
  9. Veganen Reibekäse aufstreuen, Peperoncini und Zwiebelringe verteilen und mit Chiliflocken bestreuen.
  10. Bei 250 °C 10 bis 12 Minuten backen und nach dem Backen mit frischem Oregano und einem Spritzer Olivenöl abschließen.
Tipp aus der Praxis

Der Ketchup ergibt mehr, als eine Pizza braucht. Der Rest hält sich abgefüllt zwei Wochen im Kühlschrank und ist jedem Fertigprodukt überlegen.

Warum dieses Rezept funktioniert

Ketchup auf Pizza klingt zunächst nach Notlösung. Selbst gekocht ist er aber nichts anderes als eine eingekochte Tomatensauce mit Essig und Gewürzen — und genau diese Säure trägt die Schärfe der Peperoncini, die eine normale Pizzasauce schlucken würde.

Die angegebene Backtemperatur von 250 °C ist der Wert, den ein normaler Haushaltsbackofen erreicht. In einem Pizzamaker mit bis zu 400 °C verkürzt sich die Backzeit auf vier bis fünf Minuten — der Boden wird krosser, der Belag bleibt saftiger. Wer die Wahl hat, nimmt dafür den heißeren Ofen.

Grundlagen zum Boden stehen im Ratgeber Pizzateig selber machen; wer den Teig über Nacht führen möchte, findet die Anleitung unter Pizzateig über Nacht gehen lassen.

Passend dazu

Womit backen?

Mit 250 °C kommt jeder Backofen zurecht. Ein Pizzastein oder ein Pizzamaker macht den Boden aber deutlich krosser.

Passenden Pizzaofen finden →

Häufige Fragen zum Rezept

Wie scharf wird die Pizza?

Mit ganzen Peperoncini bleibt sie moderat, weil die Schärfe in den Kernen sitzt. Halbiert und mit Chiliflocken kombiniert wird sie deutlich scharf.

Geht es auch ohne veganen Reibekäse?

Ja. Zwei Esslöffel Hefeflocken mit einem Esslöffel Olivenöl verrührt ergeben eine würzige Alternative, die im Ofen leicht bräunt.