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Pizzastein kaufen – das sollten Sie unbedingt wissen

Goldbrauner Käse und ein hauchdünner Teig mit einem knusprigen Rand. Wer kennt sie nicht, die leckere Pizza vom Italiener, die neben dem guten Geschmack auch immer verführerisch aussieht?

Runder Cordierit-Pizzastein mit Mehlspuren auf dunklem Holztisch, daneben eine Holz-Pizzaschaufel

Was Sie über den Pizzastein wissen sollten

Diese in traditionellen Steinöfen gebackene Pizza können Sie mit dem Pizzastein zu Hause selbst backen. Das Prinzip des Pizzasteins ist dabei dasselbe wie das eines guten Pizzaofens. Er speichert die Wärme und gibt diese gleichmäßig an die Pizza ab. Das Ergebnis ist eine saftige Pizza, deren Teig jedoch knusprig ist. In dieser Kaufberatung sehen wir uns die verschiedenen Bauarten genauer an.

Ausschlaggebend für die Qualität der Pizza ist die richtige Wahl des Steins. Pizzasteine gibt es in zahlreichen Varianten im Handel. Der Pizzastein sollte zu den Gegebenheiten Ihres Backofens und zu Ihren individuellen Wünschen passen. Im Folgenden gehen wir die einzelnen Aspekte durch, damit Sie wissen, worauf es bei Anwendung und Kauf ankommt.

Wie funktioniert ein Pizzastein?

Pizzasteine werden vor der Inbetriebnahme des Backofens im unteren Bereich des Backofens auf den Rost gelegt. Dort heizen sie sich nach Inbetriebnahme des Ofens auf, bis der Backofen seine maximale Temperatur von 250º C oder 270º C erreicht hat. Je nach Material und Stärke des Steins variiert die Aufheizzeit zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Hat der Stein die richtige Temperatur, wird die vorbereitete Pizza mithilfe einer flachen Pizzaschaufel direkt auf den Stein gelegt.

Sie brauchen bei der Verwendung des Pizzasteins kein Backpapier! Nach einer sehr kurzen Backzeit ist die Pizza dann fertig. Das sind je nach Material und Stärke des Pizzasteins zwischen 2 und 8 Minuten. Durch die gleichmäßige Temperaturabgabe des Steins und die kurze Backzeit bleibt der Belag der Pizza saftig, der dünne Teigboden schlägt knusprige Blasen und der Rand kommt charakteristisch nach oben. Ein guter Pizzastein zeichnet sich vor allem durch seine Wärmespeicherung aus. Auf ihm sollte es möglich sein, mehrere Pizzen hintereinander zu backen. Das ist eines der wichtigsten Kaufkriterien. Lassen Sie den heißen Pizzastein nach Abschalten des Backofens unbedingt im Ofen auskühlen, bevor Sie ihn entnehmen.

Die Hitze im Backofen

Die meisten Hersteller empfehlen während der Aufheizzeit die Ober- und Unterhitze des Backofens einzuschalten, damit sich der Stein gleichmäßig von allen Seiten erwärmt. Wenn der Pizzastein die richtige Temperatur erreicht hat, können Sie den Backofen ausschalten. Wollen Sie mehrere Pizzen backen, lassen Sie den Backofen weiter in Betrieb. Für ein bis zwei Pizzen ist das jedoch nicht nötig, dafür sollte die gespeicherte Wärme im Stein ausreichen. Bitte beachten Sie in jedem Fall die genaue Anweisung, die beim Kauf Ihrem Pizzastein beiliegt.
Für alle Pizzasteine gilt jedoch, dass sie unbedingt auf den kalten Rost oder Grill gelegt werden müssen, damit sie sich langsam erwärmen können. Eine zu schnelle Erwärmung kann zu Schäden am Pizzastein führen.

Die richtige Form finden

Pizzasteine gibt es in runden, rechteckigen und quadratischen Formen, was für die Kaufentscheidung von Bedeutung ist. Welchen Pizzastein Sie benötigen, hängt im Wesentlichen davon ab, was Sie mit dem Pizzastein vorhaben und wo Sie ihn verwenden möchten.

Runde Pizzasteine orientieren sich an der klassischen Pizzaform, sie sind platzsparend und ideal für kleinere Backöfen. Außerdem sind runde Pizzasteine für die Nutzung auf einem Kugelgrill geeignet. Es gibt auch Pizzasteine für den Gasgrill, diese müssen jedoch extra für diese Nutzung gekennzeichnet sein. Der Stein sollte in jedem Fall gut auf dem Grillrost aufliegen.

Ein eckiger Stein ist für die Nutzung in einem herkömmlichen Backofen angezeigt. Er bietet oft Platz für zwei runde Pizzen oder kann entsprechend der Form für das Backen von eckigen Pizzen genutzt werden. Bei der Herstellung größerer Mengen bringt das deutliche Vorteile, weil Sie jeden Zentimeter des Pizzasteins nutzen können. Ob Sie runde oder eckige Pizzen backen möchten, können Sie bei der Wahl eines eckigen Pizzasteins immer wieder neu entscheiden. Damit lässt ein eckiger Pizzastein mehr Platz für die kreative Entfaltung beim Backen. Auch eckige Pizzasteine lassen sich auf dem Grill verwenden.

Die Größe des Pizzasteins

Die meisten handelsüblichen Pizzasteine, so wie sie im Handel üblich sind, sind für die Anwendung zu Hause ausgelegt, sie passen in herkömmliche Backöfen. Da diese jedoch unterschiedliche Größen aufweisen, empfiehlt es sich vor dem Kauf eines Pizzasteins unbedingt den eigenen Backofen auszumessen. Wenn Sie Ihren Pizzastein für den Grill verwenden möchten, sollten Sie vor dem Kauf auch die Größe Ihres Grillrosts ermitteln.

Runde Pizzasteine werden mit Durchmessern ab 26 cm angeboten und können auch schon mal einen Durchmesser von 50 cm haben. Runde Pizzasteine mit einem Durchmesser zwischen 26 cm und 37 cm sind sicherlich aufgrund der Größe des eigenen Backofens für die meisten Kunden und Kundinnen am interessantesten, worauf diese Kaufberatung den Schwerpunkt legt.

Eckige Pizzasteine gibt es meist in der gängigen Größe von ca. 40 cm Breite und ca. 30 cm Tiefe. Da die Steine jedoch auch für den Grill angeboten werden, können die Maße manchmal größer ausfallen. Hier interessieren uns vorrangig die Steingrößen, die für den Gebrauch in herkömmlichen Backöfen geeignet sind.

Der Pizzastein aus Schamottstein, Cordierit oder Granit?

Ebenfalls entscheidend ist das Material, aus dem der Pizzastein besteht. Zur Auswahl stehen Schamottsteine, Keramiksteine, Steine aus Speckstein, Cordierit oder Granit. Steine aus Cordierit und Schamottsteine speichern die Temperatur am längsten. Deshalb kann man mit ihnen, wenn sie einmal aufgeheizt sind, mehrere Pizzen hintereinander backen. Schamottsteine haben wegen ihrer großen Poren jedoch auch einen Nachteil. Die Flüssigkeiten, die während des Backvorgangs herunterlaufen, hinterlassen deutlich sichtbare Flecken auf dem Stein. Diese sind jedoch lediglich ein ästhetischer Makel, Geschmack und Hygiene werden davon nicht beeinträchtigt. Pizzasteine aus Cordierit sind oft glasiert im Handel erhältlich, was die Reinigung erheblich erleichtert.

Wie dick sollte der Stein sein?

Für die Aufheizzeit des Steins von fast noch größerer Bedeutung als das Material ist die Stärke des Pizzasteins, ein weiteres Kaufkriterium. Dabei gilt die einfache Faustregel: je dicker der Stein, desto länger braucht er zum Aufheizen. Dicke Steine (3 cm und mehr) brauchen je nach Backofen ungefähr eine Stunde zum Aufheizen. Dafür speichern sie die Wärme jedoch auch länger. Für kleinere Backöfen gibt es Pizzasteine mit einer Stärke von 1,5 cm.

Die richtige Reinigung

Bleibt die Reinigung. Wie bereits erwähnt, ist ein Schamottstein besonders anfällig für Verfärbungen. Heruntergelaufene Soßen und Beläge hinterlassen unschöne Flecken. Diese sind aber wegen der hohen Temperaturen, die der Stein beim Aufheizen erreicht, gesundheitlich völlig unbedenklich. Zur Reinigung und Entfernung von Krümeln wird von den Herstellern für alle Pizzasteine das Abreiben mit einem trockenen Tuch empfohlen. Eventuelle Rückstände lassen sich mit einem Ceranfeldschaber entfernen, ohne dass die empfindliche Oberfläche des Natursteins verletzt wird.

Was sollte man beim Kauf beachten?

Wie dargelegt, lohnt es sich also neben dem Preis auf eine gute Qualität des Pizzasteins zu achten. Der Pizzastein sollte außerdem gut handhabbar, langlebig und solide verarbeitet sein. Abgerundete Ecken vermindern das Verletzungsrisiko.

Um die vorbereitete Pizza auf den heißen Stein und auch wieder runter zu bekommen, brauchen Sie eine flache Holzschaufel. Auch darauf lohnt ein Blick. Manche Anbieter, vorrangig von guten Pizzasteinen, liefern diese im Zubehör mit. Die Holzschaufel sollte wie der Pizzastein von hochwertiger Qualität sein. Am besten aus dünnem, aber dennoch festem Holz. das nicht splittert. Im Zubehör einiger Pizzasteine finden sich Aluminiumformen, ähnlich einem kleinen Backblech, die sie mit der vorbereiteten Pizza auf den heißen Stein in den Ofen stellen können.

Hilfreich beim Kauf ist es, wenn dem Zubehör des Pizzasteins eine ausführliche und einfache Anleitung beiliegt, ein weiteres Qualitätsmerkmal. Broschüren mit Rezeptideen für die ersten eigenen Versuche mit dem Pizzastein sind ebenfalls hilfreich.

Wo bekommt man einen Pizzastein?

Pizzasteine gibt es bei spezialisierten Anbietern, bei Amazon und eBay sowie in den Onlineshops großer Ketten. Weil Pizzasteine auch für den Grill taugen, führen viele Baumärkte sie im Sortiment — dort lässt sich der Stein vor dem Kauf in die Hand nehmen, was bei Gewicht und Verarbeitung hilft.

Wer es ganz anders mag: Beim Ofensetzer gibt es Schamottsteine als Rohware. Zusägen muss man sie sich allerdings selbst.

Preise nennen wir hier bewusst nicht. Sie ändern sich laufend, und eine Zahl, die seit Jahren auf einer Ratgeberseite steht, ist keine Hilfe, sondern eine Falle. Den aktuellen Preis sehen Sie beim jeweiligen Händler.

Lohnt sich die Anschaffung?

Wenn Sie Pizza mögen, dann ist diese Frage mit einem klaren Ja zu beantworten. Vor allem wenn Sie sie gerne selber backen. Die Pizza vom Pizzastein schmeckt besser! Außerdem können Sie den Pizzastein auch als Brotbackstein verwenden.

Veröffentlicht am 9.10.2016 · zuletzt aktualisiert am 1.8.2026

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Häufige Fragen

Wie lange backt eine Pizza auf dem Pizzastein?

Zwischen zwei und acht Minuten, je nach Material und Stärke des Steins. Durch die kurze Backzeit bleibt der Belag saftig, der Boden schlägt knusprige Blasen und der Rand geht charakteristisch nach oben. Backpapier braucht es dabei nicht.

Welche Größe sollte ein Pizzastein haben?

Runde Steine gibt es ab 26 cm Durchmesser bis über 50 cm; für die meisten Haushaltsbacköfen sind 26 bis 37 cm sinnvoll. Eckige liegen üblicherweise bei etwa 40 × 30 cm. Vor dem Kauf den Backofen ausmessen — und bei Grillnutzung auch den Grillrost.

Wie dick sollte ein Pizzastein sein?

Faustregel: je dicker, desto länger das Aufheizen, aber desto länger auch die gespeicherte Wärme. Steine ab 3 cm brauchen je nach Ofen rund eine Stunde. Für kleinere Backöfen gibt es Ausführungen mit 1,5 cm Stärke.

Sind Flecken auf dem Pizzastein ein Problem?

Nein. Besonders Schamottsteine bekommen durch heruntergelaufene Soße sichtbare Flecken — das ist ein rein ästhetischer Makel. Wegen der hohen Temperaturen beim Aufheizen sind sie hygienisch unbedenklich, Geschmack und Sicherheit leiden nicht.

Welches Zubehör braucht man zum Pizzastein?

Vor allem eine flache Holzschaufel, um die Pizza auf den heißen Stein und wieder herunter zu bekommen. Sie sollte aus dünnem, festem Holz sein, das nicht splittert. Manche Anbieter legen sie bei, ebenso eine Anleitung — beides ist ein gutes Zeichen.

Lohnt sich die Anschaffung eines Pizzasteins?

Wenn Sie gerne selbst Pizza backen, ja. Der Unterschied zum Blech ist deutlich schmeckbar. Zwei Einschränkungen: Der Backofen muss ausreichend heiß werden, und der Stein braucht seine Vorheizzeit. Nutzen lässt er sich außerdem als Brotbackstein.