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Ratgeber

Pizzablech: Das sollten Sie wissen.

Veröffentlicht: 16.06.2016

Kurz erklärt

Wenn Sie einen eigenen Pizzabackofen haben, aber nach wie vor noch nicht ganz die Ergebnisse erzielen, die Sie sich vorstellen, könnte es eventuell an dem passenden Pizzablech liegen. Oder haben Sie sich etwa noch nie gefragt, weshalb die meisten Pizzabäcker spezielle Pizzableche nutzen?

Für die beste Pizza das passende Pizzablech finden

Achtung: Die meisten Pizzamaker benötigen kein Pizzablech. Sie verfügen über einen Spezialstein, auf dem direkt gebacken wird. Das ist die klassische Steinofenpizzamethode.

Wie wird in der Pizza Gastronomie gearbeitet?

In Ihrem Pizzabackofen oder normalen Haushaltsbackofen haben Sie normale rechteckige Universalbackbleche im Einsatz. Diese werden meistens mit Backpapier ausgelegt und die Pizza zum garen aufgelegt. Hier ist schon der größte Unterschied, denn in der Pizzaria um die Ecke wird entweder direkt auf dem Boden des Ofens, ohne jede Unterlage gebacken (Steinofen), oder eine unbeschichtete runde Pizzaform verwendet, die eingefettet wird.

Verschiedene Arten von Pizzablechen

In Ihrem Pizzabackofen oder normalen Haushaltsbackofen haben Sie normale rechteckige Universalbackbleche im Einsatz. Diese werden meistens mit Backpapier ausgelegt und die Pizza zum garen aufgelegt. Hier ist schon der erste kleine Tipp: Verwendenden Sie doch statt Backpapier etwas Mehl als Unterlage. Die Pizza klebt ebenfalls nicht am Backofenblech fest und Sie steigern das authentische Geschmackserlebnis.

Es wird im groben zwischen folgenden Pizzablech Arten unterschieden:

– Das runde Blech ist die klassische Form. Es gibt Sie in den gängigen Größen von 20 cm Durchmesser, bis zu 40 cm und einer Randhöhe meist zwischen 2 cm bis 3,5 cm.
Dieses finden Sie in den meisten Pizzarien / in der Gastronomie im Einsatz.

– Rechteckige Pizzableche sind meist in den Größen 50 x 35 cm bis hin zu 60 x 60 cm, mit einer Randhöhe von 1,5 cm bis zu 3 cm gängig. Diese Bleche sind aus Blaublech hergestellt. Andere Varianten können aus Emaille oder Aluminium bestehen.

– Pizzableche mit Teflon Beschichtung.

Blaublech oder Blauglanzblech ist ein kaltgewalztes Feinblech mit fest haftenden Eisenoxidschicht. Die Schicht wird durch Glühen bei 800 bis 900 °C unter Sauerstoffatmosphäre gebildet. Die Oxidschicht bewirkt durch ihr dunkelblaues Aussehen einen besonderen optischen Effekt und stellt einen Korrosionsschutz dar.

Pizzablech aus Keramik
Ein Pizzablech aus Keramik ist keine gute Alternative

Ein Pizzablech aus Keramik ist eher ungewöhnlich und meistens nur ein Einfall der Keramikhersteller um ebenfalls etwas anbieten zu können. Durch die gänzlich anderen Eigenschaften der Hitzeverteilung einer Keramikform, sollten Sie jedoch eher Abstand von dieser Sonderform nehmen. Keramikgefäße eignen sich hervorragend zum überbacken von Nudelgerichten und Aufläufen aller Art. Um eine Pizza zu backen sind die Formen aus Metall besser geeignet.

Das klassische unbeschichtete Pizzablech

Die klassischen runden Pizzableche aus der Pizzaria sind ohne Beschichtung und aus Blaublech hergestellt. Der Grund auf die Antihaftbeschichtung zu verzichten, ist die längere Haltbarkeit. Pizzaöfen werden bis zu 400 Grad heiß. Diese Temperaturen sind für antihaftbeschichtete Pizzableche zu hoch und es kann zu Beschädigungen kommen. Außerdem sind unbeschichtete Bleche bei Kratzern unproblematisch weiter zu verwenden, was man bei bei Beschädigungen der Antihaftbeschichtung nicht tun sollte. Damit die Pizza nicht am Boden anbackt, sollte jedoch immer ein wenig Mehl untergestreut werden, bzw. das Blech gut eingefetten.

Beschichtete Pizzableche

Ein beschichtetes Pizzablech ist in der Handhabung etwas einfacher, denn die fertige Pizza löst sich besser aus der Form. Wenn Sie die fertige Pizza aus dem Ofen holen, brauchen Sie sie einfach nur auf den Teller schieben und fertig. Der Nachteil ist die Anfälligkeit für Beschädigungen. Sobald Risse oder Kratzer in der Antihaftbeschichtung sind, sollten die Bleche nicht mehr verwendet werden. Sollten sich Partikel der Beschichtung ablösen und ins Essen gelangen, kann dies gesundheitsgefährdend sein. Aus diesem Grund muss immer ein Holzschieber oder Plastikheber verwendet werden, wenn die Pizza aus dem Blech gehoben wird. Metallgegenstände können zu Beschädigungen führen.

Pizzableche aus Aluminium

Aluminium Bleche gibt es in geschlossener und gelochter Form. Die gelochte Form hat Vorteile durch eine bessere Hitzeverteilung, da die Temperatur des Ofens unmittelbarer an den Pizzateig gelang. So wird die Pizza schnell etwas knuspriger, als in der geschlossenen Form. Aluminium ist vom Prinzip ein haltbares Material, jedoch ist die grundsätzliche Wärmeverteilung im Backprozess, der klassischen unbeschichteten Variante unterlegen.

Reinigung

Grundsätzlich sollten Sie immer sorgsam mit den Blechen umgehen, um Beschädigungen zu vermeiden. Durch die hohen Temperaturen in Pizzaöfen stehen die Bleche unter besonderer Belastung und Risse, wie auch Absplitterungen können sich mit dem Essen vermischen. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob Ihr altes Pizzablech noch einsatzbereit ist, kaufen Sie sich im Zweifelsfall lieber ein neues. Gute Bleche sind bereits ab ca. 5,- € zu bekommen und kosten somit nicht die Welt. Reinigen Sie die Bleche normal mit einem Schwamm und Spülmittel und achten Sie bei unbeschichteten Blechen darauf, diese schnell und gründlich zu trocknen um Roststellen zu verhindern.

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Häufig gestellte Fragen

Warum haben manche Pizzableche Löcher?

Weil die Ofenhitze dadurch unmittelbarer an den Teig kommt. Gelochte Aluminiumbleche verteilen die Wärme besser als geschlossene, die Pizza wird schneller knusprig. In der Gesamtwärmeverteilung bleibt Aluminium der klassischen unbeschichteten Variante trotzdem unterlegen.

Welches Pizzablech ist das beste?

In der Pizzeria das runde, unbeschichtete aus Blaublech — und zwar aus zwei Gründen: Pizzaöfen werden bis zu 400 Grad heiß, das hält keine Antihaftbeschichtung aus, und Kratzer sind bei unbeschichteten Blechen unproblematisch. Damit nichts anbackt, Mehl unterstreuen oder einfetten.

Was ist Blaublech?

Ein kaltgewalztes Feinblech mit fest haftender Eisenoxidschicht. Sie entsteht durch Glühen bei 800 bis 900 °C unter Sauerstoffatmosphäre, wirkt als Korrosionsschutz und gibt dem Blech seine dunkelblaue Farbe — daher der Name.

Wann darf man ein beschichtetes Pizzablech nicht mehr benutzen?

Sobald die Antihaftbeschichtung Risse oder Kratzer hat. Lösen sich Partikel und gelangen ins Essen, kann das gesundheitsgefährdend sein. Deshalb die Pizza immer mit Holz- oder Plastikheber herausnehmen, nie mit Metall. Im Zweifel lieber ein neues Blech.

Welche Größen gibt es bei Pizzablechen?

Runde Bleche von 20 bis 40 cm Durchmesser mit 2 bis 3,5 cm Randhöhe — die klassische Gastronomieform. Rechteckige liegen zwischen 50 × 35 cm und 60 × 60 cm bei 1,5 bis 3 cm Rand.

Taugt ein Pizzablech aus Keramik?

Eher nicht. Keramik verteilt die Hitze völlig anders und ist meist nur ein Zusatzangebot der Keramikhersteller. Zum Überbacken von Nudelgerichten und Aufläufen ist sie hervorragend — für Pizza sind Formen aus Metall die bessere Wahl.